Mehrheit der Zahnärzte sicher: Digitale Praxis kommt
Marzena Sicking92 Prozent der deutschen Zahnärzte erwarten in den nächsten Jahren eine fortschreitende Digitalisierung in den Praxen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Health AG hervor.
Die Digitalisierung macht auch vor Zahnarztpraxen nicht halt. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Health AG zeigt, dass 92 Prozent der deutschen Zahnärzte in den nächsten Jahren eine fortschreitende Digitalisierung in ihrer Praxis erwarten. Die Umfrage verdeutlicht zudem, dass Zahnärzte sich bereits intensiv mit digitalen Prozessen auseinandersetzen und klare Vorstellungen über Chancen und Hürden der digitalen Transformation haben.
Zahnärzte stehen Digitalisierung offen gegenüber
Rund 68 Prozent der befragten Zahnärzte gaben an, dass sie selbst eine hohe Bereitschaft zur Digitalisierung haben. Insbesondere in den Bereichen Abrechnung, Verwaltung und medizinische Dokumentation sehen sie großes Potenzial zur Effizienzsteigerung. Gleichzeitig äußerten 64 Prozent der Zahnärzte Unzufriedenheit über den hohen Zeitaufwand, der derzeit für administrative Aufgaben anfällt. Digitale Lösungen könnten hier für spürbare Entlastung sorgen.
Patienten wünschen sich digitale Services
Ein weiterer Faktor, der die Digitalisierung vorantreibt, sind veränderte Patientenerwartungen. Laut der Umfrage sind 64 Prozent der Zahnärzte überzeugt, dass besonders jüngere Patienten zwischen 18 und 35 Jahren verstärkt digitale Angebote erwarten. Dazu gehören:
Online-Terminvereinbarungen
Digitale Patientenaufklärung
Informationen über Praxis und Behandler im Internet
Elektronische Patientenakten zur besseren Behandlungsübersicht
Zahnärzte sehen sich zunehmend mit gut informierten Patienten konfrontiert. 53 Prozent berichten, dass insbesondere jüngere Patienten mit Vorwissen aus dem Internet in die Praxis kommen und Behandlungen kritisch hinterfragen. Diese Entwicklung erfordert eine gezielte digitale Patientenkommunikation.
Barrieren bei der Digitalisierung: Was Zahnärzte bremst
Trotz der positiven Einstellung zur Digitalisierung gibt es zahlreiche Hindernisse, die Zahnärzte bei der Umsetzung sehen:
Zeitaufwand: 88 Prozent der Befragten halten die Einführung digitaler Systeme für zu zeitintensiv.
Datensicherheit: 70 Prozent sorgen sich um den Schutz sensibler Patientendaten.
Kosten: 66 Prozent der Zahnärzte schätzen die Investitionen als zu hoch ein.
Technische Hürden: 58 Prozent fühlen sich nicht ausreichend kompetent, um digitale Lösungen eigenständig zu implementieren.
Diese Bedenken zeigen, dass die digitale Transformation gut geplant sein muss. Anbieter digitaler Lösungen sind gefragt, um benutzerfreundliche, sichere und kosteneffiziente Systeme für Zahnarztpraxen bereitzustellen.
Quelle:forsa-Umfrage im Auftrag der Health AG